13 Gastgeber luden Geflüchtete, die zum Teil  mit großen Familien kamen, zu sich nach Hause zum Essen ein. Es gab interessante Begegnungen, bewegende Erzählungen und fröhliche Gespräche, aus denen auch dauerhafte Kontakte entstanden sind.

Und so war der Ablauf der Welcome Dinners: Nachdem Ilsabe v. Campenhausen,  Initiatorin des 1. Welcome Dinners,  30 Gastgeber für diese Idee gewonnen hatte, verteilte sie einen viersprachigen Flyer (erstellt von Ina Voss) unter den Bewohnern von Holmbrook. Gemeinsam mit Helfern aus dem Willkommenscafé wurden aus den Rückmeldungen der Holmbrooker Bewohner dann Gastgeber und Gäste gematcht. Zu diesem Zeitpunkt waren immer noch 15 Gastgeber an Bord.

Sobald die von den Gastgebern bestätigten Termine vorlagen sowie ein Einverständnis des Matchings, wurden die Bewohner schriftlich über den Termin des Dinners  informiert.  Trotzdem lief es an einigen Stellen etwas schief, vermutlich  aus Verständigungsproblemen oder einem anderen Verständnis von Verbindlichkeit.  Doch in der Überzahl der Fälle klappte es gut und die Beteiligten berichteten von interessanten Begegnungen.

13 Dinner haben stattgefunden, zum Teil  mit großen Familien. Bei manchen war der Start holperig, mancher Gast war trotz Einladung überrascht, von seinen Gastgebern abgeholt zu werden.  In drei Fällen kam aufgrund von Missverständnissen oder Versäumnissen bedauerlicherweise die Begegnung nicht zustande, was insbesondere für diejenigen, die sich viel Mühe in der Vorbereitung gemacht hatten, enttäuschend war. Die Kommunikation war  nicht immer einfach und manchmal war viel Geduld und Konzentration gefragt, um den Erzählungen zu folgen. Die aber waren oft bewegend. Bei vielen hat sich daraus ein sehr fröhliches und sehr angeregtes Gespräch ergeben und einige wollen mit ihren Gästen weiterhin in Kontakt zu bleiben. So wurden Verabredungen mit den Kindern, Hilfestellung bei Sprache und bei der Ergatterung eines Kita-Platzes vereinbart – oder einfach ein neues Treffen.

Wer  durch diese Begegnung Lust  auf weitere Kontakte bekommen hat, ist sehr herzlich zum Willkommenscafé eingeladen – gerne auch mit Kindern! Es ist jeden Montag und Donnerstag von 16:00 – 18:00 Uhr auf dem Holmbrooker Gelände für alle Nachbarn geöffnet.  Hier können Sie sich mit den Bewohnern unterhalten, gemeinsam Schach oder Fußball spielen – bald auch Tischtennis dank einer von Schülern des Christianeums gespendeten Platte. Es ist immer etwas los und sehr unkompliziert anzuknüpfen.

Solche Welcome Dinners brauchen kein Einzelfall bleiben sondern können wiederholt werden – sofern sich jemand findet, der dies organisiert, denn Frau v. Campenhausen würde die Staffel gern weiterreichen.

Welcome Dinners mit Geflüchteten waren ein voller Erfolg