Im Dezember verteilten Mitglieder des „Social Clubs“ vom Christianeum Weihnachtspakete in der Unterkunft am Holmbrook. In der Schülerzeitung des Christianeums erschien ein Bericht über diese Aktion (Originallink: http://www.christianeum.org/images/Social%20Club%20-%20Weihnachtsaktion.pdf), den wir hier mit  freundlicher Genehmigung zitieren dürfen. Die Bilder stammen von Asmus Henkel.

Am Anfang des Schuljahres haben wir uns mit unserem Lehrer Herrn Jung beraten und anschließend in der Gruppe abgestimmt, welchen Projekten wir uns in diesem Schuljahr als Social Club widmen möchten. Dabei standen zwei Vorhaben ganz oben auf der Liste – unseren Mitschülern der IVK die Stadt in der sie nun leben näherbringen, was wir nach den Herbstferien mit einer Stadtrallye umsetzten, und Flüchtlinge in unserer Umgebung zu unterstützen.


Schnell stellte sich heraus, dass sich ganz in der Nähe unserer Schule – konkret geht es um den Holmbrook – eine Folgeunterkunft für Flüchtlinge befindet. Dort sind über 200 Flüchtlinge untergebracht, 68 davon sind Kinder. Zwei dieser Kinder sind sogar unsere Mitschüler, da sie die IVK am Christianeum besuchen. Im Rahmen der Stadtrallye haben wir uns erstmals kennengelernt.


Es war also klar, welche Einrichtung wir unterstützen wollten, die Fragen waren nur: Wie und wann? Nach kurzer Diskussion beschlossen wir, dass wir den Kindern und Jugendlichen gern ein Geschenk machen wollten, 68 Geschenke waren für uns allein aber nicht machbar. Daher beschlossen wir, dass wir die ganze Schulgemeinschaft zu einer Spendenaktion aufrufen. Die Vorweihnachtszeit erschien uns als besonders geeigneter Zeitpunkt. Um die Aktion verständlich zu machen und zu bewerben, lehnten wir sie auch namentlich an „Weihnachten im Schuhkarton“ an. Vielleicht
kennen auch Sie bereits dieses Projekt? Da dieses evangelische Projekt aber nicht unumstritten ist, wollten wir unsere Aktion nur daran orientieren, alles Weitere lag darüber hinaus in unserer Hand.


Zum Adventsbasar konnten Sachspenden in Form von Spielzeug, Kleidung, Süßigkeiten etc. bei uns abgegeben werden, die wir dann prüften, nach Geschlecht und Alter ordneten, zu Paketen zusammenstellten und anschließend  verpackten. Besonders schwierig dabei war, dass wir alle Kinder mit passenden Geschenken versorgen konnten, deshalb ordneten wir den Jahrgängen unserer Schule Altersgruppen zu, für die speziell eventuelle Geschenke geeignet sein sollten.


Glücklicherweise hatte Herr Jung im Hintergrund diese Aktion nicht nur mit allen Verantwortlichen abgesprochen, sondern auch einige Mitstreiter für unser Vorhaben gewinnen können. Frau Dr. Mangold besorgte im EEZ über hundert Schuhkartons und stellte für den Transport einen Bus, einige Oberstufenschüler von Herrn Jung halfen uns beim Basar die Geschenke zu ordnen und Kartons zu packen, Frau Wolters organisierte den Rahmen der Übergabe der Geschenke am Holmbrook und die Schule stellte uns das Geschenkpapier.


Alle waren überwältigt, wieviele Spenden zum Adventsbasar und in den Tagen davor zusammenkamen. Zeitweise haben wir wirklich den Überblick verloren. Dank vieler fleißiger Hände kam aber schnell Ordnung in das Chaos und ein Geschenk nach dem anderen konnte im Hintergrund aufgetürmt werden. Schnell wurde uns klar, dass wirsicherlich mehr als 68 Pakete mit all den Gaben packen können, deshalb ordneten und
packten wir die darüber hinausgehenden Spenden in zusätzliche Kartons, die dann von Herrn Bauer und Frau Dr. Mangold zur zentralen Erstaufnahmestelle in der Schnackenburgallee gebracht wurden. Es waren sogar so viele Spenden, dass nochmals neue Kartons besorgt werden mussten. Insgesamt konnten von uns über 140
Kartons gepackt werden.


So kam es dann auch, dass wir am Montag nach dem Adventsbasar noch unzählige Kartons verpacken mussten, bevor dann der Transporter beladen werden konnte. Einige Schülerinnen unseres Social Clubs halfen am Nachmittag dann im Rahmen des Willkommens-Cafés die Geschenke zu überreichen, natürlich fein geordnet nach Alter und Geschlecht. Sie stellten unseren Club und die Schule vor und gemeinschaftlich
versuchten wir alle zusammen vor der „Bescherung“ noch ein Weihnachtslied zu singen, textsicher war aber wirklich niemand. Als es dann los ging, war die Freude bei den beschenkten Kindern deutlich an den leuchtenden Augen zu sehen, aber auch uns hat es wirklich riesig gefreut. Man hatte sogar extra für uns Mandarinen und Lebkuchen bereitgestellt, sodass eine weihnachtliche Stimmung aufkam.


Zusammenfassend kann man sagen, dass diese Aktion doch aufwändiger als gedacht war, wir aber dank zahlreicher Hilfe unser Ziel nicht nur erreichen, sondern auch deutlich übererfüllen konnten. Die Aktion hat uns nicht nur Spaß gemacht, sondern gerade auch durch den Kontakt mit den Flüchtlingen am Holmbrook zum Nachdenken angeregt. Wir hoffen also, dass sich auch im nächsten Jahr viele Christianeer finden,
die „Weihnachten im Schuhkarton am Christianeum“ weiterführen.



Schüler des Christianeum verteilen Weihnachtspakete am Holmbrook