_DSC9493Letzten Montag (06.06.2016) wurde im Elbe-Kino der Flüchtlingsfilm „Gestrandet“ gezeigt, in dem die norddeutsche Regisseurin Lisei Caspers fünf Flüchtlinge aus Eritrea und ihre Helfer beim Start in ein neues Leben in Ostfriesland begleitet. Organisiert hatte die Filmvorführung in Osdorf die Nachbarschaftsinitiative „DIE HOLMBROOKER“, die die Bewohner der Flüchtlingsfolgeunterkunft in Othmarschen unterstützt.

_DSC9559In dem Film wird die Geschichte von 5 jungen Eritreern erzählt, die im 1500-Seelen-Dorf Strackholt nahe Aurich „stranden“ und dort den Ausgang ihres Asylverfahrens abwarten sollen. Der pensionierte Schuldirektor Helmut und die Journalistin Christiane nehmen sich der fünf jungen Männer an und unterstützen sie bei ihren ersten Integrationsversuchen mit Deutschunterricht, Behördengängen und Freizeitaktivitäten. Über 20 Monate begleitete die Regisseurin Flüchtlinge und Helfer und zeigt sehr deutlich, wie der anfängliche Elan und die Motivation bei allen Beteiligten durch das monatelange Warten und die Ungewissheit über den Ausgang des Asylverfahrens schwindet und für alle Beteiligten sehr zermürbend wirkt.

_DSC9571Über 100 Zuschauer waren trotz der sommerlichen Temperaturen zur Filmvorstellung und zum anschließenden Filmgespräch gekommen.  Pastor Martin Hofmann, Mitinitiator der HOLMBROOKER, stellte die Initiative kurz vor und moderierte anschließend das Gespräch mit der Journalistin und Protagonistin des Films Christiane Norda. Frau Norda vertrat die erkrankte Regisseurin und berichtete über das Zustandekommen des Films. Außerdem beantwortete sie Fragen aus dem Publikum. Die Kinobesucher wollten vor allem wissen, wie sich die Lebensumstände der fünf jungen Flüchtlinge aus Eritrea seit 2014 verändert haben.

Dies war bereits die zweite Filmvorführung zur Flüchtlingsthematik, die die „HOLMBROOKER“ in Kooperation mit dem Elbe-Kino organisiert hat. Im letzten Jahr wurde dort „Willkommen auf Deutsch“ gezeigt.

_DSC9553 - Arbeitskopie 2Übrigens waren unter den Zuschauern auch sechs junge Flüchtlinge aus Eritrea, die am Holmbrook leben. Einer von ihnen ist Maekele. Wie er die ersten Monate in Deutschland erlebt hat und was seine Pläne sind, lesen Sie im Interview hier (Link zum Interview)

Emotionen und Gespräche zum Flüchtlingsfilm „Gestrandet“ – Nachbarschaftsinitiative „HOLMBROOKER“ organisiert Filmvorstellung im Elbe-Kino