Ghofran mit ihrer Familie in der Unterkunft am Holmbrook

Am Montag, den 6.11. zeigen DIE HOLMBROOKER den Dokumentarfilm ALLES GUT um 20 Uhr im Elbe-Kino. Regisseurin Pia Lenz hat zwei Familien in Hamburg über ein Jahr lang mit ihrer Kamera begleitet. Die Familie der elfjährigen Ghofran hat lange am Holmbrook gelebt – bis sie eine eigene Wohnung fand. Im Anschluss an den Film freut sich die Regisseurin über Fragen aus dem Publikum und berichtet über ihre Arbeit.

Zum Inhalt: „Djaner ist acht Jahre alt. Mit Mutter und Bruder kommt der Roma-Junge im Herbst 2015 aus Mazedonien nach Deutschland. In Hamburg darf er zur Schule gehen, Deutsch lernen. Seine Klassenlehrerin, die Mitschüler und ihre Eltern helfen ihm. Er will dazugehören. Aber was wird aus Djaner, als die Familie von der Abschiebung bedroht ist und sich vor der Polizei verstecken muss? Für Adel, den Vater der elfjährigen Ghofran, geht ein Traum in Erfüllung, als seine Frau und die vier Kinder endlich aus Syrien nachkommen. Nun warten die großen Herausforderungen des wirklichen Ankommens auf die Familie: Adel muss eine Wohnung für alle finden. Ghofran trifft in ihrer neuen Schule auf Mädchen, die alles dürfen: Fahrradfahren, sich schminken – neue Möglichkeiten, die das junge Mädchen zunächst strikt ablehnt. Sie will akzeptiert werden, ohne die eigene Identität zu verlieren. Am Beispiel der beiden Kinder und ihrer Familien erzählt ALLES GUT von den kleinen und den großen Hürden, die vor Geflüchteten liegen, wenn sie in Deutschland leben möchten. Der Film nähert sich den entscheidenden Konflikten, die es zu lösen gilt, damit Integration funktionieren kann. “

Djaner lernt Deutsch

AUSGEWÄHLTE PRESSESTIMMEN:

„Es ist selten geworden, dass mit dieser sanften Konzentration zugehört wird, nicht ausgeschaltet wird, wenn Stille oder auch Ratlosigkeit herrscht (…) Dieser kritische Blick, der sich aus Mitgefühl und nicht aus Ablehnung speist, diese Ehrlichkeit im Aufzeigen von richtigen Konflikten, die sich nicht einfach lösen lassen, das Aushalten von dem, was sich nicht mal eben reparieren oder organisieren lässt – das ist tief beeindruckend.“
Carolin Emcke, Publizistin

„Es gibt Filme, die entwaffnen so sehr, dass sie einem die Tränen in die Augen treiben. ALLES GUT ist so ein Film. (…) Zum Laternenumzug kann Djaners Mutter nicht kommen. Es sind herzzerreißende Momente wie dieser, in denen die Kamera so nah dran ist, dass man als Zuschauer die Not und Einsamkeit von Djaner mit Händen greifen kann.“
Maryam Bonakdar, Kulturjournal, NDR

„ALLES GUT ist eine Langzeitbeobachtung. Ein Jahr lang hat Pia Lenz die Kinder begleitet, meist alleine mit einer kleinen Handkamera, dadurch konnte sie den Familien sehr nahe kommen. Beeindruckend nah, wunderbar nah und auch schrecklich nah. ALLES GUT macht uns zu Komplizen ihrer Hoffnungen und Ängste – und das ist schwer auszuhalten, wenn am Ende die Abschiebung droht.“
Christoph Twickel, Spiegel Online

„Es ist ein unerträglicher Zustand zwischen Hoffen und Bangen, den Pia Lenz in ihrer Doku über das erste Jahr von zwei Flüchtlingsfamilien in Hamburg einfängt. (…) Die Regisseurin zeigt unvoreingenommen und feinfühlig, wie kräftezehrend ein Neuanfang für alle Seiten ist. Sehenswert.“
Anna Fastabend, Süddeutsche Zeitung

„Ruhig und behutsam erzählt der Film, was es bedeutet, in Deutschland anzukommen. Am Ende lernt Ghofran sogar Fahrradfahren – in Syrien ist das für Mädchen verboten.“
Annette Yang, ARD-Nachtmagazin

„Mutiger, genauer und beeindruckend intimer Blick auf die Mühen der Integration.“
TV Spielfilm

„Der Film besticht durch poetische Bilder und die unglaubliche Nähe, die Pia Lenz zu ihren Protagonisten aufbaut. (…) ALLES GUT ist ein ruhiger, aber spektakulär bewegender Film, untermalt von atmosphärischer Musik von “The Notwist”.“
Adrian Prechtel, Münchner Abendzeitung

„ALLES GUT stößt in eine Lücke des gesellschaftlichen Diskurses.“
René Martens, taz

„Zwei Kinder, die uns mitnehmen auf ihren wirklich schweren Weg. (…) Über ein Jahr lang hat die Kamera die beiden Familien begleitet und das, was dabei rausgekommen ist, geht einem, besonders wenn man eigenen Kinder hat, wirklich an die Nieren.“
Julia Westlake, Moderatorin Kulturjournal, NDR

„Pia Lenz’ Anliegen ist es, einen “ehrlichen, unverfälschten Blick” auf das Thema zu werfen, das im Laufe des vergangenen Jahres so viele Bürger und Flüchtlinge – bewegt hat. Das gelingt ihr gut. Weit ab von theoretischen Debatten zwischen den Polen Willkommenskultur und Ausländerfeindlichkeit gibt sie der Problematik hier ein Gesicht – zwei Gesichter.“
Volker Behrens, Hamburger Abendblatt

 

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Film-Abend im Elbe-Kino: Doku ALLES GUT über eine Familie vom Holmbrook – mit Regisseurin Pia Lenz (06.11.2017)