Mit Flüchtlingshilfe-Foren soll die Arbeit ehrenamtlicher FlüchtlingshelferInnen in Hamburg künftig besser vernetzt werden

Auftaktveranstaltung des Forums Flüchtlingshilfe am 18. Dezember 2015 (Bild: Bo Lahola)

Bei der Auftaktveranstaltung „Forum Flüchtlingshilfe“ am 18. Dezember 2015 in der Hamburger Fischauktionshalle konnten sich die BesucherInnen über die unterschiedlichsten Hilfsangebote und Initiativen für Flüchtlinge in der Hansestadt ausführlich informieren.

Im „Markt der Möglichkeiten“ beispielsweise waren Einrichtungen und Organisationen zur Engagementförderung und Beratung vertreten, aber auch zu den Themen Sprache, Ausbildung und Arbeit sowie zur persönlichen Flüchtlingsbegleitung in Wohnunterkünften, zur Wohnungsvermittlung und zu Kulturangeboten.

Wer zudem das Bedürfnis nach vertiefender Kommunikation und fachlichem Austausch hatte, konnte hierfür die Angebote verschiedener Foren und Gesprächskreise wahrnehmen. Und auch dort zeigte sich Themenvielfalt: zum Beispiel „Argumente gegen Stammtischparolen“, „Interkulturelle Kommunikation“, „Zusammenarbeit in Initiativen“ oder „Integration in Ausbildung und Arbeit“.

Das von der Hansestadt Hamburg organisierte Flüchtlingshilfe-Forum hatte vor allem aber das Ziel, zu einer regionalen Vernetzung der ehrenamtlichen FlüchtlingshelferInnen und -Initiativen beizutragen, weshalb weitere Foren dieser Art im Verlauf der kommenden Jahre geplant sind. Denn, soviel steht fest, und so war es auch den Grußworten des Ersten Hamburger Bürgermeisters Olaf Scholz zu entnehmen, dass derzeit nicht zu ermessen ist, wie groß die Anzahl der Flüchtlinge ist, die noch nach Hamburg kommen.

Einige der Beiträge auf der Veranstaltung können Sie auf der Veranstaltungs-Website finden. Wer sich für die Situation von Flüchtlingen in Hamburg interessiert, kann sich im Internet unter www.hamburg.de/sofortmassnahmen sowie unter www.hamburg.de/fluechtlinge informieren.

Darüber hinaus bietet die für Flüchtlinge in Hamburg zuständige Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) an, dass Fragen von Hamburgerinnen und Hamburgern per e-mail an folgende Adresse geschickt werden können: fluechtlinge@basfi.hamburg.de

Bei den Hamburger Flüchtlingsinitiativen wurde die Initiative des Senats mit zwiespältigen Gefühlen aufgenommen (nicht repräsentative Auswertung von Gesprächen und Beiträgen auf Facebook):

  • Es wurde als positiv bewertet, dass die BASFI nun endlich auch in Bezug auf Flüchtlingsinitiativen aktiv wird und den Gruppen Gelegenheit zur Selbstdarstellung und Fortbildung bietet.
  • Den Aktiven (den so genannten „freiwilligen Helfern“) wird weiterhin die Rolle zugeordnet, sich in die Arbeit der Behörde und Träger „einzufügen“, wie es Bürgermeister Scholz in seinem Grußwort formulierte – das übrigens auch nur mit höflichem Beifall bedacht wurde. Ein Umgang auf Augenhöhe ist weiterhin noch nicht in Sicht.
  • Die Fortbildungsangebote scheinen ziemlich willkü Der Workshop zu Fragen von Asyl und Aufenthaltsrecht gab nach Ansicht von Besuchern nur die Behördensicht wieder und war nicht einmal Spiegel der aktuell herrschenden Verhältnisse. Weitere Angebote wurden eher als Werbeveranstaltungen von Trägern wahrgenommen, die den „Flüchtlingsmarkt“ für sich entdeckt haben.
  • Die Innenbehörde war gar nicht präsent, dabei ist sie für die Unterbringung der allermeisten Flüchtlinge zuständig.

Von den meisten Aktiven wurde die Veranstaltung vorsichtig positiv gesehen. Sie und wir sind gespannt auf die nächsten Schritte.

Bericht von der Auftaktveranstaltung „Forum Flüchtlingshilfe“ am 18.12.

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