rollstuhlIm „Dorf Holmbrook“ wohnen inzwischen über 200 Menschen in kleinen Wohnungen, die sehr viel besser ausgestattet sind als die Erstaufnahme-Einrichtungen.Doch für manche Bewohner fehlen ganz notwendige Hilfen, wie der Fall des Jungen Z. zeigt, der dringend eine barrierefreie Unterkunft benötigt.

Hier der Brief einer Helferin an Pastor Hofmann:

Sehr geehrter Herr Hofmann, 

wie telefonisch besprochen, möchte ich Ihnen beschreiben, in welcher Situation sich Z. befindet und was er in erster Linie benötigt. Z. lebt zusammen mit seiner Mutter in der Folgeunterkunft im Holmbrook in einem kleinen Zimmer. Da er auf einen Rollstuhl angewiesen und nicht in der Lage ist, die vorhandene Toilette und Dusche zu benutzen (nicht barrierefrei), muss er seine Notdurft im Zimmer auf einem Toilettenstuhl mit der Hilfe seiner Mutter verrichten. Duschen kann er nur nach Absprache in einem Altenheim in der Nähe. Die Situation ist sowohl für ihn, als auch für die Mutter sehr schwierig (ohnehin…), da er das Zimmer nur mit fremder Hilfe verlassen kann.

Er ist mitten in der Pubertät und mit einer lebensbedrohlichen Krankheit konfrontiert. Er hat Schwierigkeiten, Kontakt zu anderen Jugendlichen aufgrund seiner Erkrankung/ Einschränkungen herzustellen. Dazu kommt noch, dass er außer seiner Mutter niemanden mehr hier vor Ort hat. Der „Rest“ der Familie ist noch in Afghanistan. Vor allem sein Vater fehlt ihm sehr. Mein Eindruck ist, das er zunehmend unter der Situation leidet.

Wenn die beiden nur eine kleine halbwegs barrierefreie Wohnung hätten, hätten sie zumindest wieder etwas Privatsphäre und Z. könnte sich dort selbstständiger innerhalb der Wohnung bewegen.

Seit einer Woche geht er zur Schule in Eidelstedt. Seine Mutter bringt ihn jeden Tag mit dem Bus und der Bahn zur Schule und ist damit total überfordert Ein Behindertentransport wäre die notwendige Alternative. Ich habe versucht mit der Unterkunft Holmbrook eine Lösung zu finden. Ob dies bewilligt wird, ist derzeit aber ungewiss.

Mein Ziel wäre, dass er wieder etwas mehr Lebensfreude gewinnt. Eine Wohnung kann vielleicht ein erster Schritt dazu sein! Ich bedanke mich ganz herzlich für Ihre Bemühungen und hoffe, dass wir gemeinsam Z. helfen können. Letztendlich geht es um das Wohl des Kindes.

Inzwischen haben auch zwei Geschwister von ihm Deutschland nach großen Strapazen erreicht, so dass die Familie hoffentlich bald vereint sein kann.

Daher unsere Bitte: Melden Sie sich bei Pastor Hofmann telefonisch (040 / 890 66 196) oder per Mail (m.hofmann@christuskirche-othmarschen.de), wenn Sie eine passende Unterkunft für die beiden haben oder vermitteln können!

Und noch etwas: Der Junge möchte gern Klavier spielen. Da die Wohnung sehr eng ist, suchen wir ein Digitalpiano oder Keyboard. Es wäre wichtig, dass das Instrument auch mit dem Rollstuhl nutzbar ist (unterfahrbar durch 65cm Höhe Unterkante). Sollte ein Instrument durch ein entsprechendes Gestell nutzbar sein, können wir uns darum gern kümmern. Angebote (auch für Leihgaben) gern per Mail kontakt@holmbrook.de.

Barrierefreie Unterkunft gesucht (Nachtrag)

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