Am 22.01.2016 fand auf Einladung des Bezirksamtes der zweite Fachaustausch für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe im Rathaus Altona statt.

Zu Beginn der wieder gut besuchten Veranstaltung hatte eine Gruppe von syrischen Flüchtlingen ihren ersten Auftritt. Die Musiker vom Refugee Orchestra „The Spirit of the East“ trafen bei der jüngst vom Bezirksamt Altona organisierten Veranstaltung auf ein Publikum, das mit Begeisterung ihren sehnsuchtsvollen Klängen lauschte und für eine knappe halbe Stunde vergessen konnte, worum es bei diesem Treffen vor allem ging: um die Situation von Flüchtlingen, die nach anstrengenden Fluchterfahrungen gesundheitlich angeschlagen in Hamburg ankommen und hier oft in feuchtkalten Zelten lange auf bessere Unterbringung in abgeschlossenen Wohnungen warten müssen.

So widmeten sich folgerichtig die zwei in den Mittelpunkt des Fachtreffens gestellten Vorträge den Themen Gesundheit und Wohnen.
Im Rahmen seines Vortrags „Gesundheitsförderung in Zentralen Erstaufnahme-Einrichtungen“ (ZEA’s) erklärte der Leiter des Gesundheitsamtes Altona, wie die Erstversorgung kranker Flüchtlinge aussieht, wie ihre weitere medizinische Versorgung organisiert wird und von wem die Kosten für diese basisärztlichen Angebote übernommen werden. (Informationen hierzu auch unter: www.hamburg.de/gesundheit-fluechtlinge).

Der zweite Themenschwerpunkt „Wohnen“ wurde an diesem Veranstaltungstag mit dem Projekt „Wohnbrücke“ dargestellt. Bei diesem Projekt geht es vor allem darum, mit Hilfe von sogenannten Wohnungslotsen Flüchtlinge bei der Wohnungssuche zu unterstützen und ihnen mit einem großmaschigen Kooperationsmodell zu helfen, „in Hamburg eine Heimat zu finden“ wie die Referentin und Initiatorin der „Wohnbrücke“ erläuterte. (Mehr dazu unter: www.wohnbrücke.de sowie bei „Wohnbrücke Hamburg hilft helfen“.)

Einen interessanten Abschluss des Treffens bildeten schließlich Interviews mit Geflüchteten aus Syrien und Afghanistan, die übereinstimmend der Meinung waren, dass sie besonders von ehrenamtlich Engagierten viel Unterstützung bekommen haben, diese jedoch aus ihrer Sicht zu wenig autorisiert seien, Entscheidungen für sie und mit ihnen zu treffen. Besondere Bedeutung für Flüchtlinge wie für Helfer sind kulturelle Aspekte und immer wieder Sprache, Sprache, Sprache. So konnte niemand nachvollziehen, warum afghanische Flüchtlingen die Teilnahme an Deuscth- und Integrationskursen verweigert wird.

2. Fachaustausch für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe am 22.1.2016 im Altonaer Rathaus

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